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Schlagwort: LSBTIQ

12.12. | Queeraoke – Weihnachtscomeback

Die Queeraoke hat sich in diesem Jahr etwas rar gemacht. Die kommende Ausgabe steht also ganz im Zeichen eines vorweihnachtlichen Comebacks.

Kommt vorbei und schmettert bei Glühwein oder einem anderen Getränk gemeinsam mit uns den ein oder anderen Weihnachtshit. Und ihr habt Glück. Fast jeder Star hat irgendwann mal was zu Weihnachten verzapft. Es muß also nicht nur „Last Christmas“ sein sondern vielleicht auch die ein oder andere nicht ganz so bekannte Perle weihnachtlicher Stimmungsmusik. Die ideale Gelegenheit also die Stimmbänder rechtzeitig vor dem 24.12. zu ölen. 

Los geht’s wie immer um 18:30 Uhr im RKB Potsdam. Der Eintritt ist wie üblich frei, aber Spenden immer gerne gesehen. Wir freuen uns auf Euren Besuch!

Veranstaltungsdaten

  • 📆 Datum: Freitag, den 12. Dezember 2025
  • ⏰ Uhrzeit: an 18.30 Uhr
  • 📍 Ort: Regenbogenkombinat Potsdam, Dortustraße 71A, 14467 Potsdam
  • 💸 Kosten:  Der Eintritt ist kostenlos. (Für die Getränke freuen uns aber über Spenden)

06.12. | Queeres Wohnzimmer -Ein Tag für junge Queers von 16-27

quatschen, chillen, kickern, basteln

Wir wollen mit anderen jungen queeren Menschen aus ganz Brandenburg einen entspannten Nachmittag verbringen, neue Leute kennenlernen, Bekannte Leute wiedersehen und eine gute Zeit haben. Darum lädt euch das Jugendprojekt „QueerNOW“ am 06. Dezember ins KuZe ein.

Es wird verschiedene Angebote geben, wie ein Kickerturnier, einen Raum mit verschiedenen Bastermaterialien (z.B. Papier, Stifte, Stoffmalsachen, Perlen und Knüpfgarn) und einen Workshop zum Umgang mit queerfeindlichen Aussagen. Abschließend gibt eine KüFa (Küche für Alle) mit Suppen, Salat und Nachtisch, womit wir den Tag gemeinsam ausklingen lassen können.

Für unsere Planung wäre es hilfreich, wenn ihr Euch für die Veranstaltung anmeldet. Wir freuen uns aber auch über spontane Besuche.

Veranstaltungsdaten

  • 📅 Wann: Samstag, 6. Dezember 2025
  • ⏰ Uhrzeit: 13.00 Uhr
  • 📍 Ort: KuZe, Hermann-Elflein-Straße 10, 14467 Potsdam
  • 👥 Zielgruppe: queere Jugendliche und junge Erwachsene sowie Interessierte im Alter von 16-27 Jahre
  • 💰 Teilnahmebeitrag: kostenlos
  • Mehr Informationen

Workshop „Empowerment – Wie gehe ich mit queerfeindlichen Anfeindungen um?“

Beschreibung folgt.

Dieser Workshop richtet sich an junge Menschen bis einschließlich 27 Jahre.

Workshop – Veranstaltungsdaten

  • 📅 Wann: Samstag, 6. Dezember 2025
  • ⏰ Uhrzeit: 14.30 – 17.30 Uhr
  • 📍 Ort: KuZe, Hermann-Elflein-Straße 10, 14467 Potsdam
  • 👥 Zielgruppe: queere Jugendliche und junge Erwachsene sowie Interessierte im Alter von 16-27
  • 💰 Teilnahmebeitrag: kostenfrei
  • Mehr über Sannik Ben Dehler

Leider ist der Anmeldezeitraum bereits abgelaufen! Eine Anmeldung nicht mehr möglich


08.11. | An meine Ahn*innen – Performance & Workshop mit Dan Dansen

Performance „An meine Ahn*innen. Trans*-Formationen in Raum und Zeit“

Wie hat Trans*-Leben vor dem Zeitalter der Aufklärung ausgesehen? „An meine Ahn*innen. Trans*-Formationen in Raum und Zeit“ ist eine Performance über Trans*-Geschichte in Europa. Auf der Suche nach Antworten ruft die nicht-binäre Figur Kaya Trans*-Ahn*innen an.

Eine Videoinstallation mit queeren Pflanzen, Archivmaterial und nicht-binären Gottheiten nutzt den nicht-binären Körper von Dan Dansen als Projektionsfläche. „An meine Ahn*innen“ schreibt Geschichte um und zeichnet eine Traditionslinie die bisher weitgehend ignoriert wird.

Performance – Veranstaltungsdaten

  • 📅 Wann: Samstag, 8. November 2025
  • ⏰ Uhrzeit: 14.00 Uhr
  • 📍 Ort: clubmitte, Friedrich-Engels-Straße 22, 14473 Potsdam
  • 👥 Zielgruppe: queere Jugendliche und junge Erwachsene sowie Interessierte
  • 💰 Teilnahmebeitrag: kostenlos
  • Mehr Informationen

Workshop „Wir waren immer da – Workshop zu nicht-binärer Geschichte“

Gab es früher eigentlich nur Männer und Frauen? In diesem Workshop gehen wir gemeinsam auf die Suche nach Trans*-Personen in der frühen Geschichte Europas. Wir finden gemeinsam heraus, wie wir nichtbinäre Menschen in der Vergangenheit erkennen können. Wir überlegen, warum es vielleicht gar nicht so einfach ist Trans*-Personen von früher zu finden. Und wir fragen uns, was heutige Trans*-Personen mit Trans*-Menschen von früher gemeinsam haben könnten. Dieser Workshop richtet sich an junge Menschen bis 27 Jahre, aber lädt alle Interessierten ein, mit dabei zu sein.

Workshop – Veranstaltungsdaten

  • 📅 Wann: Samstag, 8. November 2025
  • ⏰ Uhrzeit: 15.30 – 18.00 Uhr
  • 📍 Ort: clubmitte, Friedrich-Engels-Straße 22, 14473 Potsdam
  • 👥 Zielgruppe: queere Jugendliche und junge Erwachsene sowie Interessierte
  • 💰 Teilnahmebeitrag: kostenfrei
  • Mehr über Dan Dansen


Brand am Regenbogenkombinat Cottbus endet glimpflich

AndersARTiG zum mutmaßlichen Brandanschlag auf das Cottbuser Regenbogenkombinat

Am gestrigen Montag, den 20. Oktober 2025 ereignete sich in den Nachmittagsstunden ein mutmaßlicher Brandanschlag. Auf der Rückseite des Kulturzentrums „Bunte Welt“ in Cottbus-Sachsendorf, in dem u.a. das Regenbogenkombinat (RKB) Cottbus seine Räume hat, stand ein Papiercontainer in Flammen. Durch das beherzte Handeln von Ehrenamtlichen des RKB Cottbus, die unmittelbar zum Feuerlöscher eilten und der Cottbuser Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen verhindert werden. So entstand jedoch ein weithin sichtbarer Sachschaden an der Fassade des Gebäudes. Bereits seit Monaten stehen Aktivitäten des Cottbuser CSD-Teams unter massiven verbalen Angriffen.

Vor allem rechte und rechtsextreme Gruppierungen agieren mit Drohungen und Einschüchterungsversuchen, um sowohl queere Symbole als auch den CSD Cottbus selbst aus dem Stadtbild zu vertreiben. Im Zuge des für den 25. Oktober angekündigten CSD Cottbus wurden zwei von rechtsextremen Gruppen angekündigte Gegenkundgebungen bekannt. Flankiert werden diese Drohversuche von lokalen AfD-Vertreter_innen, die sich über die z.T. staatliche Förderung einzelner Aktivitäten im Rahmen des CSDs echauffieren. Im Kontext dieser Bedrohungen liegt die Vermutung nahe, dass das Feuer bewusst gelegt wurde und ein politisch motivierter Anschlag war.

Lars Bergmann, Geschäftsführer des Landesverband AndersARTiG erklärt:

Im Gepäck hat das Kampagnenteam die Regenbogenflagge, die wie in den Vorjahren an den Rathäusern der o.g. Städte gehißt werden soll. Aber hier zeigt sich, dass der gesellschaftliche Wandel auch an diesem Vorhaben nicht spurlos vorbeigeht. Was noch vor wenigen Jahren keiner Diskussion bedurfte, wird dieses Jahr zur Herausforderung. Denn längst nicht alle Städte sind bereit, ein Zeichen für Vielfalt zu setzen. So hat die Stadt Müncheberg die Flaggenhissung mit Verweis auf das Neutralitätsgebot abgelehnt. Die Stadt Altlandsberg hingegen nimmt die Flaggenverordnung als Vorwand und hisst ausschließlich hoheitliche Flaggen. Immerhin ermutigt die Courage, die Städte wie Strausberg und Bad Freienwalde (Oder), aber auch Landrat Gernot Schmidt für den Landkreis Märkisch-Oderland zeigen, dass queere Menschen auch hier zumindest für einen Tag im Jahr gesehen und adressiert werden.

Lars Bergmann, Projektleiter der LesBI*Schwulen T*our erklärt hierzu:

„Die wiederkehrenden Vandalismusvorfälle am RKB Cottbus in den vergangenen Monaten und die uns vorliegenden Meldungen zu queerfeindlichen Übergriffen in der Region lassen keinen Zweifel daran aufkommen, dass wir hier ein erhebliches Problem mit Rechtsextremismus haben. Mit dem heutigen mutmaßlichen Brandanschlag erreichen wir nun eine neue Qualität und Eskalationsstufe des Hasses. Es ist ein großes Glück, dass niemand verletzt wurde und lediglich ein Sachschaden zu beklagen ist. Es ist aber auch klar: Wer so agiert, nimmt den Schaden und den Tod von Menschen billigend in Kauf. Der Staat ist in der Pflicht, auch queere Menschen wirksam zu schützen. Die Zeit für politische Wursteleien, wie wir sie in den vergangenen Jahren teilweise erlebt haben, ist vorbei.“

Der Landesverband AndersARTiG e.V. ruft alle progressiven Kräfte der Gesellschaft auf:

Kommt am Sa, den 25. Oktober 2025 nach Cottbus zum CSD. Zeigt gemeinsam mit uns auf schöpferische Weise, dass wir das Feld nicht dem rechten Mob überlassen. Bieten wir allen Feind*innen der Demokratie solidarisch und geschlossen die Stirn.


11.10. | Drag Workshop

Tauche mit uns ein in die Kunst des Drag!

Der Workshop richtet sich an alle, die Lust haben sich mal als Drag Queen, Drag King, Drag Quing, Drag Creature oder Ähnliches zurecht zu machen.

Oder hast Du einfach Lust mal mit Klamotten, Make-Up, Bewegungsübungen und verschiedenen Looks rum zu probieren? Auch dann ist dies Dein Workshop!

Kay P. Rinha & Isabella Baker unterstützen Euch dabei tatkräftig. Wichtig ist, es geht darum sich auszuprobieren und dabei Spaß zu haben, das heißt vieles kann, nichts muss ausprobiert werden!

Ein paar Outfits und Perücken haben wir vor Ort. Wenn du etwas hast, dass du gerne mal tragen würdest oder fancy Kleidung, Schmuck, Krawatten, Perücken oder andere Accessoires, die ein*e andere*r Drag vielleicht gut gebrauchen könnte, dann bring das gerne mit.

Material für Bärte, Haarstyling, Make-Up und Nagellack haben wir auf jeden Fall vorrätig und auch für Getränke und Snacks wird gesorgt!

Wer Lust hat kann den neuen Look gleich ausführen und gemeinsam zur queeren Party Uffn Schwoof ins Rechenzentrum, [Dortustraße 46, 14467 Potsdam] gehen. Die Party kostet nochmal 5,- € Eintritt.

Veranstaltungsdaten

  • 📅 Wann: 11.10. von 12-18 Uhr
  • 📍Wo: Regenbogenkombinat Potsdam
  • 👥 Wer: alle, die Lust haben sich mal als Drag Queen, Drag King, Drag Quing, Drag Creature oder Ähnliches zurecht zu machen
  • 💰 Teilnahmebeitrag: 12,- EUR / für Mitglieder 8,- EUR


Operation Broken Rainbow?

Pressemitteilung zur LesBI*Schwulen T*our 2025 vom 11. September 2025

Brandenburg bleibt bunt! – Das ist das Motto der LesBI*Schwulen T*our, die seit 1998 Jahr für Jahr durchs Land Brandenburg reist und für Akzeptanz sowie Respekt von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans*, inter* und queeren (LSBTIQ) Menschen wirbt.

In diesem Jahr führt die Route vom 13. – 20. September 2025 in den Landkreis Märkisch-Oderland. Das Kampagnenteam, bestehend aus 15 Ehrenamtlichen, macht Halt in Strausberg, Müncheberg, Seelow, Altlandsberg, Bad Freienwalde (Oder) und Wriezen und wird an Infoständen, in Aufklärungsveranstaltungen an Schulen und Jugendclubs, in Fachkräftefortbildungen und Kulturveranstaltungen über sexuelle und geschlechtliche Vielfalt informieren und aufklären. Der Auftakt der LesBISchwulen Tour findet bereits am Sa, 13. September 2025 ab 12 Uhr in Potsdam in der Brandenburger Straße / Hermann-Elflein-Straße mit Dragperformances, Tombola und Redebeiträgen statt.

Im Gepäck hat das Kampagnenteam die Regenbogenflagge, die wie in den Vorjahren an den Rathäusern der o.g. Städte gehißt werden soll. Aber hier zeigt sich, dass der gesellschaftliche Wandel auch an diesem Vorhaben nicht spurlos vorbeigeht. Was noch vor wenigen Jahren keiner Diskussion bedurfte, wird dieses Jahr zur Herausforderung. Denn längst nicht alle Städte sind bereit, ein Zeichen für Vielfalt zu setzen. So hat die Stadt Müncheberg die Flaggenhissung mit Verweis auf das Neutralitätsgebot abgelehnt. Die Stadt Altlandsberg hingegen nimmt die Flaggenverordnung als Vorwand und hisst ausschließlich hoheitliche Flaggen. Immerhin ermutigt die Courage, die Städte wie Strausberg und Bad Freienwalde (Oder), aber auch Landrat Gernot Schmidt für den Landkreis Märkisch-Oderland zeigen, dass queere Menschen auch hier zumindest für einen Tag im Jahr gesehen und adressiert werden.

Lars Bergmann, Projektleiter der LesBI*Schwulen T*our erklärt hierzu:

"Dass wir heute, wie in den Anfängen der Tour, darum ringen müssen, ob die Regenbogenflagge vor einem Rathaus wehen darf oder nicht, ist bedrückend und für uns ein Zeichen für die zunehmende Drift in autoritäre politische Vorstellungen. Die Flagge hingegen bezieht Position für das Leben und die Eintracht und Gleichberechtigung unter den Menschen, Werte, die unsere Verfassung und das Grundgesetz als Staatsziele definieren. Die Flagge am Rathaus soll queeren Menschen vor Ort Mut machen und ihre Belange in den Fokus der Öffentlichkeit rücken. Wer sich dazu nicht wenigstens an einigen Tagen im Jahr bekennen kann, tut mir leid."

Die LesBI*Schwule T*our 2025 wird gefördert von der Landesgleichstellungsbeauftragten des Landes Brandenburg Dr. Uta Kletzing.


22. – 24.08. | Aus- & Fortbildungswochenende Queere Bildungsarbeit

Bildungs- und Aufklärungsarbeit zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt sind wichtige Aufgaben, um Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalt im Bildungssystem aktiv entgegenzutreten. Die Schule als Zwangskontext für junge Menschen ist leider nach wie vor oft ein Ort an dem Queerfeindlichkeit zum Alltag lesbischer, schwuler, bisexueller, trans*, inter* und queerer Jugendlicher gehört. Mit dem Projekt „Bildung unterm Regenbogen“ betreibt der Landesverband AndersARTiG seit 1995 ein Angebot, dass diese Aufgaben im Kontext der Schule sowohl für Schüler*innen in Form von Aufklärungs- und Antidiskriminierungsworkshops als auch für Lehr- und pädagogische Fachkräfte in Form von Fortbildungsveranstaltungen und kollegialer Fachberatung umsetzt. Hierbei spielen ehrenamtliche Aufklärer*innen und Fortbildungsreferent*innen eine entscheidende Rolle.

🔥 Was dich erwartet:

Neben der Vermittlung von Grundlagen und Fachwissen zu geschlechtlicher und sexueller Vielfalt wird es um den Umgang mit Gruppendynamischen Prozessen, herausfordernden Situationen in Bildungsveranstaltungen und der Erprobung verschiedener Methoden der queeren Bildungsarbeit gehen.

🏡 Unterbringung:

  • Du wirst in gemütlichen 3er- und 4er-Bettzimmern untergebracht, sodass du dich schnell wohlfühlen kannst.
  • Es gibt nur 14 Plätze, also melde dich schnell an, um Dir deinen Platz zu sichern!

🚂 Anreise:

Die Anreise erfolgt selbständig bis zum Veranstaltungsort.

Veranstaltungsdaten

  • 📅 Wann: Das Aus- und Fortbildungswochenende findet vom Freitag, 22. August 2025 ab 16.00 Uhr bis zum Sonntag, den 24. August 2025, 14.00 Uhr statt.
  • 📍Wo: Landkreis Oder-Spree (aus Sicherheitsgründen nennen wir hier den genauen Ort nicht. Du kannst ihn aber gerne bei uns erfragen)
  • 👥 Wer: LSBTIQ-Personen bis einschließlich 30 Jahren
  • 💰 Teilnahmebeitrag: 35,- EUR / für Mitglieder 20,- EUR
  • Es gilt eine Mindestteilnehmer*innenzahl von 8 Personen

Leider ist der Anmeldezeitraum bereits abgelaufen! Eine Anmeldung nicht mehr möglich


Bildung bald ohne Regenbogen?

MBJS blockiert queere Bildungsangebote an Brandenburger Schulen

Daß es um die queere Bildungs- und Aufklärungsarbeit im Land Brandenburg politisch nicht gut bestellt ist, ist schon seit längerem kein Geheimnis. Bereits 2022 erließ das zuständige Ministerium für Bildung, Jugend und Sport eine neue Förderrichtlinie, die im Bereich der Bildung zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt vollständig an der brandenburgischen Schulwirklichkeit vorbeigeht. Seitdem ist das Ziel nicht mehr die umfassende und auf Kontinuität und pädagogische Nachhaltigkeit fokussierende Ansprache der verschiedenen Zielgruppen an den Schulen mit unterschiedlichen Angeboten, sondern die Ableistung möglichst vieler Einzelveranstaltungen, bei Deckelung der Kosten pro Veranstaltung. Um die wenig erquickliche Fördersumme von 53.000,- EUR zu erhalten, mußten seitdem mehr als doppelt so viele Workshopangebote umgesetzt werden, als noch 2021 verabredet waren.

Der Förderantrag für 2025 liegt seit 10 Monaten ohne Entscheidung beim Bildungsministerium. Die finanzielle Unsicherheit führte inzwischen zur Kündigung des Projektleiters. Zudem erwägt das Ministerium eine Neubewertung der Bildungsarbeit zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt, was die Zukunft des Projekts weiter ungewiß macht, während die Lage an Brandenburgs Schulen für queere Jugendliche und auch für die Ehrenamtlichen selbst von Jahr zu Jahr bedrohlicher wird. Eine Studie des Brandenburger Sozialministeriums zeigte bereits 2018, daß LSBTIQ-Jugendliche in Schulen stark von Diskriminierung und Mobbing betroffen sind. Meldungen zu queerfeindlicher Gewalt nehmen zu und Schulen werden für viele zum Angstraum. Die Folgen reichen von Schulverweigerung und psychischen Belastungen bis hin zu schlechteren Zukunftschancen, die sich teilweise bis weit ins Erwachsenenalter auswirken. Die Suizidrate liegt bei queeren Jugendlichen nach wie vor um 3 – 4 mal höher als im Schnitt aller Jugendlichen.

Gefragt sind ausgefeilte Konzepte, die die Schule als Lebens- und Erfahrungsort für alle Jugendlichen begreifbar machen und die Jugendliche, Eltern, Lehr- und Fachkräfte gleichermaßen befähigen, informiert, fachlich und empathisch mit sexueller und geschlechtlicher Vielfalt umzugehen. Das gilt auch für den Umgang mit Regenbogenfamilien und queeren Lehr- und Fachkräften.

Lars Bergmann, Geschäftsführer des Landesverbands AndersARTiG e.V. erklärt hierzu:

„Landesverfassung und Schulgesetz, der Rahmenlehrplan und der vom MBJS mitgetragene Aktionsplan Queeres Brandenburg verpflichten dazu, queere Jugendliche, Lehrkräfte und Regenbogenfamilien vor Übergriffen und Diskriminierung zu schützen. Für die queere Bildungsarbeit bedarf es einer hohen Fachlichkeit, Erfahrung und Geschick im Umgang mit den oft widerstreitenden Interessen von Eltern, Schüler*innen, Lehrkräften und Schulleitung. Das alles fällt nicht vom Himmel, sondern wurde in über 30 Jahren didaktisch und methodisch entwickelt und erprobt. Hinzu kommt die außerordentlich weitverzweigte Vernetzung, die wir in unserer langjährigen Arbeit erreicht haben. Das alles ist für Brandenburg ein kostbarer Schatz, den es zu bewahren und weiter auszubauen gilt, wollen wir die hochgesteckten Ziele, die sich auch Aktionsplänen und der Verfassung ergeben erreichen. Man kann eine solche Aufgabe nicht umsetzen, wenn man Jahr für Jahr bis weit in den Sommer hinein im Unklaren gelassen wird, ob man überhaupt Förderung erhält.  Was wir brauchen, ist eine leistungsfähige Koordinierung, Entwicklung und Umsetzung queerer Bildungsformate, die der queerfeindlichen Propaganda, die heutzutage Klassenzimmer,  Schulhöfe, Elternversammlungen und teils auch Lehrerkollegien vergiftet etwas entgegenzusetzen hat. Dazu ist eine ist eine verläßliche. bedarfsgerechte und der Schulwirklichkeit entsprechende Finanzierung und Personalausstattung ebenso erforderlich, wie ein Bildungsministerium, das mit uns an einem Strang zieht und uns die nötige Sicherheit gibt, unsere Arbeit zu machen.“


06.06. | Queeraoke goes Eberswalde

In Potsdam ist die Queeraoke ein heiß ersehnter Fixpunkt für alle, die mit Leidenschaft und Hingabe ihre Lieblingslieder schmettern wollen. Aus Anlaß der 1. Queeren Wochen in Eberswalde machen wir einen Abstecher und bringen die Queeraoke in den Studiclub. Ganz im Sommerfieber und mitten in der Brandenburger Pride-Saison gibts eine Runde mit heißen sommerlichen Songs und Rhythmen. Ölt Eure Stimmen und traut Euch gemeinsam mit uns und Euren Freund*innen auf die Höhen des gesanglichen Olymps. Nirgends kann man sich so herzlich versingen wie bei unserer Queeraoke. Los geht’s um 19 Uhr im Studiclub Eberswalde. Ob musikalisch oder unmusikalisch, alle sind recht herzlich willkommen, gleich welche Sprache gesprochen wird. Der Eintritt ist wie üblich frei, aber Spenden immer gerne gesehen. Wir freuen uns auf Euren Besuch! Wir sehen uns!

Veranstaltungsdaten

  • 🤔 Thema: Karaoke – Lieder singen zum Playback
  • 🗓️ Datum: Freitag, 6. Juni 2025
  • 📍 Ort: Studentenclub Eberswalde, Schicklerstr. 1, 16225 Eberswalde
  • Uhrzeit: ab 19 Uhr
  • 👨🏽‍🦯‍➡️ Barriereinfo: Stufe vor dem Eingang, laute Musik, keine Rollstuhlgerechten Toiletten
  • 🎤 Sprache: frei nach Liedwahl!
  • 💸 Kosten:  Der Eintritt ist kostenlos. Wir freuen uns aber über Spenden.

25.05. | Selbsterfahrung & Resilienz

Workshop mit Manuela Schulz

Die Zeiten für queere Menschen werden rauer. Politik und Gesellschaft erkalten zunehmend und das wird Stück für Stück  im Alltagsleben für viele Queers spürbar. Stress, Anspannung, nicht selten auch Bedrückung und Angst sind die Folgen. Re­si­li­enz bezeichnet die psychische Widerstandskraft und Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen. 

🔥 Was dich erwartet:

In diesem Workshop zeigt uns Manuela Schulz, wie wir mit diesen Gefühlen umgehen, wie wir uns stärken und voneinander lernen können.

Veranstaltungsdaten

  • 📅 Wann: Der Workshop findet am Sonntag, den 25. Mai 2025 von 14.00 – ca. 17.00 Uhr statt.
  • 📍Wo: Regenbogenkombinat Brandenburg, Dortustraße 71A, 14467 Potsdam
  • 👥 Wer: LSBTIQ-Personen
  • 💰 Teilnahme kostenlos

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