Städte zeigen Flagge - Landkreise nicht!

PM zur LesBiSchwulen T*our

Die gute Nachricht zuerst: Wie bereits in den beiden letzten Jahren werden auch zur LesBiSchwulen T*our 2014 an den Rathäusern entlang der Tourroute die Regenbogenflaggen wehen. Bernau, Strausberg, Werneuchen, Bad Freienwalde und Eberswalde nutzen die Chance ein Zeichen zu setzen für Vielfalt und Respekt.

Bedauerlich, daß nicht auch die beteiligten Landkreise Märkisch-Oderland und Barnim sich durchringen konnten, ihrerseits Regenbogenfarbe zu bekennen und die Flagge in der Tourwoche vom 6. – 13. September 2014, zu setzen.

Per E-Mail aus dem Büro von Landrat Bodo Ihrke (Barnim) wurde auf das Fehlen von Flaggenmasten am Sitz der Landkreisverwaltung verwiesen. Daher könne der Landkreis an der Aktion nicht teilnehmen, was man außerordentlich bedaure. Ebenfalls per E-Mail teilte der Pressesprecher des Landkreises Märkisch-Oderland Tobias Seyfarth im Auftrag des Landrates Gernot Schmidt mit, daß man dem Vorhaben, die Regenbogenflagge an der Kreisverwaltung in Seelow zu hissen nicht nachkommen könne. Das Hissen der Fahnen erfolge durch die Kreisverwaltung grundsätzlich nur an den dafür vorgesehenen Feier- und Gedenktagen. Darüber hinaus gehende Wünsche weise man regelmäßig zurück, da ansonsten die Gleichbehandlung aller Wünsche nicht realisiert werden könne.

Lars Bergmann – Leiter der Landeskoordinierungsstelle für LesBiSchwule & Trans* Belange des Landes Brandenburg und Projektkoordinator der LesBiSchwulen T*our 2014 erklärt hierzu:

Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans* und queere (LSBTQ) Menschen gibt es überall. Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt im ländlichen Raum sichtbar zu machen ist ein zentrales Anliegen der LesBiSchwulen T*our, die bereits seit 1998 jährlich durchs Land Brandenburg führt. Wir freuen uns einerseits, daß alle Tourstädte die Regenbogenflagge an ihren Rathäusern hissen. Es ist, wie wir aus Erfahrung wissen, für die vor Ort lebenden LSBTQ-Menschen ein Moment der Freude, daß ihre Identität gesehen und wertgeschätzt wird. Wir machen damit Vielfalt sichtbar, die sonst im Alltag unsichtbar bleibt. Wir müssen leider zur Kenntnis nehmen, daß es nach wie vor Orte und Institutionen gibt, die sich dem entziehen. Daß die Landkreise nicht mitziehen, enttäuscht uns, zumal die Regenbogenflagge ja kein Vereinslogo unseres Landesverbands ist, sondern immerhin das weltweit bekannte Symbol der LSBTQ-Bewegung. Sie steht für Vielfalt, Menschenrechte und Respekt. Werte zu denen sich ein Landkreis auch bestens bekennen könnte, wenn er denn will.

Mit freundlichen Grüßen
Lars Bergmann - Projektkoordinator

Ansprechpartner in allen Fragen: Lars Bergmann (Lars.Bergmann@lks-brandenburg.de)
Weitere Informationen zur LesBiSchwulen T*our erhalten Sie unter www.brandenburg-bleibt-bunt.de

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