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Schlagwort: Schule

Mehr Regenbogen für Alle!

AndersARTiG zum Start der CSD & Pride-Saison 2026

Insgesamt 25 CSDs und Pride-Events in Brandenburg stehen für das laufende Jahr in den Startlöchern. Die bereits im vergangenen Jahr erzielte Höchstmarke wird damit erneut überboten. Von der Prignitz bis zur Lausitz, von der Uckermark bis in den Fläming, aus dem Seenland Oder-Spree bis nach Rathenow an der Westgrenze Brandenburgs gehen vom April bis September größere und vor allem viele kleine CSDs und Pride-Veranstaltungen über die Bühne.

Mit dabei sind viele der größeren Städte Brandenburgs, wie Potsdam, Brandenburg an der Havel, Frankfurt (Oder) (gemeinsam mit Słubice) und Cottbus, aber auch viele mittlere und kleine Orte machen erstmals in diesem Jahr mit eigenen Events von sich reden, so z.B. Golßen, Storkow, Königs Wusterhausen und voraussichtlich Templin gehen erstmals an den Start und möchten zeigen, daß auch im kleinstädtischen und eher ländlichen Regionen queeres Leben nicht nur stattfindet, sondern auch eine Perspektive hat.  

Vor dem Hintergrund der allgemeinen gesellschaftlichen Lage ist diese Entwicklung umso bemerkenswerter. Während queerfeindliche und vielfaltskritische Positionen nicht nur erheblich an Einfluß auf die gesellschaftliche Debatte gewonnen haben, zeigen die queeren Brandenburger Communities, dass sie sich nicht unterkriegen oder unsichtbar machen lassen. 

Lars Bergmann, Geschäftsführer des Landesverband AndersARTiG erklärt:

„Angesichts der alarmierenden Daten zu queerfeindlicher Gewalt im Land Brandenburg, ist es ermutigend zu sehen, daß es nicht Angst, sondern Courage und Engagement sind, mit denen queere Brandenburger*innen auf diese Entwicklungen reagieren. Jetzt ist die Zeit, in der wir unsere Rechte und unsere Sichtbarkeit verteidigen müssen. Das haben alle erkannt und angesichts der zahlreichen Aktionen und dem leidenschaftlichen Engagement vieler Ehrenamtlicher im Land für Gleichberechtigung, für Teilhabe und Mitbestimmung und gegen Diskriminierung und Hass, bin ich zuversichtlich, daß es uns das auch gelingt!“

Das „queere Hinterland“ – wie es der Rheinsberger CSD im vergangenen Jahr betitelte – setzt sich friedlich, kreativ und laut zur Wehr gegen die zunehmende Bedrängung und Ausgrenzung vor allem von rechter Seite. 


Die Brandenburger Pride-Saison

17.04. | V. Brandenburger Dialogforum der Queeren Communities

Herausforderungen bestimmen zunehmend das Leben queerer Brandenburger*innen in unserer Zeit. Der vielzitierte Rechtsruck ist längt kein rhetorisches Stilmittel mehr, um die sich ändernde gesellschaftliche Situation zu charakterisieren. Vielmehr kommt er im Leben des_der Einzelnen und gleichfalls im Wirken und Arbeiten queerer Organisationen an. Diese Veränderungen sind besonders dann spürbar, wenn queerfeindliche Taten offen zutage treten. Z.B. beim mutmaßlichen Brandanschlag auf das Regenbogenkombinat in Cottbus oder den überfallartigen Angriffen auf das Demokratiefest in Bad Freienwalde. Sie legen sich aber auch wie Mehltau auf die Alltäglichkeiten des Lebens. Das ist aus Gesprächen und Beratungen, in Diskriminierungsmeldungen und aus Berichten ablesbar.

Wie sicher sind wir noch, wenn wir offen unser Queersein zeigen? Wie kann man guten Herzens einen CSD organisieren oder besuchen? Wie vermitteln wir diese Veränderungen im politischen Diskurs und bewirken damit, daß Queerfeindlichkeit endlich ernster genommen und entsprechende Maßnahmen zu ihrem Abbau politisch und auch finanziell kraftvoller aufgestellt werden? Was können wir für uns tun, um in diesem Klima uns und unsere Freund*innen, Kolleg*innen und Mitstreiter*innen zu stärken? Welche Beratungs- und Unterstützungsstrukturen brauchen wir, um auf diese herausfordernden Veränderungen gut und professionell reagieren zu können?

Worum gehts?

Das Brandenburger Dialogforum der queeren Communities ist eine jährlich stattfindende Veranstaltung der Fachstelle für geschlechtliche & sexuelle Vielfalt beim Landesverband AndersARTiG e.V. und dient dem Austausch aller Community-Partner*innen sowie der in Bildungseinrichtungen, NGOs, Universitäten, Hochschulen, Behörden sowie Parteien und Gewerkschaften tätigen Ansprechpersonen für queere Themen und Belange.

Auf dem V. Dialogforum bieten wir zunächst zwei Themenpanels an:

  1. Queeres Engagement im Spannungsfeld zwischen Courage und Bedrohung
  2. Queere Beratungsarbeit vor neuen Herausforderungen – Was braucht es dafür?

Gerne nehmen wir weitere Themenvorschläge für das Dialogforum entgegen.

Veranstaltungsdaten

  • 📆 Datum Freitag, den 17. April 2026
  •  Uhrzeit Dialogforum: 14.00 – 19.00 Uhr
  •  Anmeldung / Einchecken: 13.30 – 14.00 Uhr
  • 📍 Ort: Autonomes Frauenzentrum Potsdam, Am Alten Markt 6, 14467 Potsdam
  • 💸 Kosten:  Kostenfrei (wir freuen uns aber über Spenden)

21.02. | Comic Basics

Workshop mit Elke R. Steiner

In diesem Workshop tauchen wir gemeinsam in die faszinierende Welt der Comics ein. Von den ersten Skizzen bis hin zur fertigen Geschichte – wir entdecken, wie Bilder und Texte zusammenwirken, um spannende Erzählungen zu schaffen. Egal, ob du ein*e angehende*r Comic-Künstler*in bist oder einfach nur neugierig auf dieses kreative Medium, hier bist du genau richtig!

Wir beginnen mit den grundlegenden Elementen. Du lernst, wie man Charaktere entwickelt, dynamische Szenen gestaltet und Emotionen durch Zeichnungen ausdrückt.

Mach dich bereit, deine Kreativität zu entfesseln und die Magie der Comics zu entdecken. Lass uns gemeinsam die ersten Schritte in eine Welt voller Abenteuer und Fantasie machen! ✨

🔥 Was dich erwartet:

In diesem  fünfstündigen Comic-Workshop lernen wir einige grundsätzliche Techniken des Comics kennen wie Bild-Sequenzen, Figurentwicklung, Mimik, Gestik und Schrift. Wir betrachten die Ergebnisse und tauschen uns über Comics aus. Im zweiten Teil sammeln wir Ideen und entwickeln mit Unterstützung durch Einzelkorrekturen individuelle Comics.

Veranstaltungsdaten

  • 📅 Wann: Der Comic Basics-Workshop findet am Samstag, den 21. Februar 2026 von 14.00 – 18.00 Uhr statt.
  • 📍Wo: Regenbogenkombinat Brandenburg, Dortustraße 71A, 14467 Potsdam
  • 💰 Teilnahmebeitrag: 5,- EUR
  • Es gibt 12 verfügbare Plätze

Entschuldigung. Dieses Formular ist nicht länger verfügbar.


Brand am Regenbogenkombinat Cottbus endet glimpflich

AndersARTiG zum mutmaßlichen Brandanschlag auf das Cottbuser Regenbogenkombinat

Am gestrigen Montag, den 20. Oktober 2025 ereignete sich in den Nachmittagsstunden ein mutmaßlicher Brandanschlag. Auf der Rückseite des Kulturzentrums „Bunte Welt“ in Cottbus-Sachsendorf, in dem u.a. das Regenbogenkombinat (RKB) Cottbus seine Räume hat, stand ein Papiercontainer in Flammen. Durch das beherzte Handeln von Ehrenamtlichen des RKB Cottbus, die unmittelbar zum Feuerlöscher eilten und der Cottbuser Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen verhindert werden. So entstand jedoch ein weithin sichtbarer Sachschaden an der Fassade des Gebäudes. Bereits seit Monaten stehen Aktivitäten des Cottbuser CSD-Teams unter massiven verbalen Angriffen.

Vor allem rechte und rechtsextreme Gruppierungen agieren mit Drohungen und Einschüchterungsversuchen, um sowohl queere Symbole als auch den CSD Cottbus selbst aus dem Stadtbild zu vertreiben. Im Zuge des für den 25. Oktober angekündigten CSD Cottbus wurden zwei von rechtsextremen Gruppen angekündigte Gegenkundgebungen bekannt. Flankiert werden diese Drohversuche von lokalen AfD-Vertreter_innen, die sich über die z.T. staatliche Förderung einzelner Aktivitäten im Rahmen des CSDs echauffieren. Im Kontext dieser Bedrohungen liegt die Vermutung nahe, dass das Feuer bewusst gelegt wurde und ein politisch motivierter Anschlag war.

Lars Bergmann, Geschäftsführer des Landesverband AndersARTiG erklärt:

Im Gepäck hat das Kampagnenteam die Regenbogenflagge, die wie in den Vorjahren an den Rathäusern der o.g. Städte gehißt werden soll. Aber hier zeigt sich, dass der gesellschaftliche Wandel auch an diesem Vorhaben nicht spurlos vorbeigeht. Was noch vor wenigen Jahren keiner Diskussion bedurfte, wird dieses Jahr zur Herausforderung. Denn längst nicht alle Städte sind bereit, ein Zeichen für Vielfalt zu setzen. So hat die Stadt Müncheberg die Flaggenhissung mit Verweis auf das Neutralitätsgebot abgelehnt. Die Stadt Altlandsberg hingegen nimmt die Flaggenverordnung als Vorwand und hisst ausschließlich hoheitliche Flaggen. Immerhin ermutigt die Courage, die Städte wie Strausberg und Bad Freienwalde (Oder), aber auch Landrat Gernot Schmidt für den Landkreis Märkisch-Oderland zeigen, dass queere Menschen auch hier zumindest für einen Tag im Jahr gesehen und adressiert werden.

Lars Bergmann, Projektleiter der LesBI*Schwulen T*our erklärt hierzu:

„Die wiederkehrenden Vandalismusvorfälle am RKB Cottbus in den vergangenen Monaten und die uns vorliegenden Meldungen zu queerfeindlichen Übergriffen in der Region lassen keinen Zweifel daran aufkommen, dass wir hier ein erhebliches Problem mit Rechtsextremismus haben. Mit dem heutigen mutmaßlichen Brandanschlag erreichen wir nun eine neue Qualität und Eskalationsstufe des Hasses. Es ist ein großes Glück, dass niemand verletzt wurde und lediglich ein Sachschaden zu beklagen ist. Es ist aber auch klar: Wer so agiert, nimmt den Schaden und den Tod von Menschen billigend in Kauf. Der Staat ist in der Pflicht, auch queere Menschen wirksam zu schützen. Die Zeit für politische Wursteleien, wie wir sie in den vergangenen Jahren teilweise erlebt haben, ist vorbei.“

Der Landesverband AndersARTiG e.V. ruft alle progressiven Kräfte der Gesellschaft auf:

Kommt am Sa, den 25. Oktober 2025 nach Cottbus zum CSD. Zeigt gemeinsam mit uns auf schöpferische Weise, dass wir das Feld nicht dem rechten Mob überlassen. Bieten wir allen Feind*innen der Demokratie solidarisch und geschlossen die Stirn.


Operation Broken Rainbow?

Pressemitteilung zur LesBI*Schwulen T*our 2025 vom 11. September 2025

Brandenburg bleibt bunt! – Das ist das Motto der LesBI*Schwulen T*our, die seit 1998 Jahr für Jahr durchs Land Brandenburg reist und für Akzeptanz sowie Respekt von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans*, inter* und queeren (LSBTIQ) Menschen wirbt.

In diesem Jahr führt die Route vom 13. – 20. September 2025 in den Landkreis Märkisch-Oderland. Das Kampagnenteam, bestehend aus 15 Ehrenamtlichen, macht Halt in Strausberg, Müncheberg, Seelow, Altlandsberg, Bad Freienwalde (Oder) und Wriezen und wird an Infoständen, in Aufklärungsveranstaltungen an Schulen und Jugendclubs, in Fachkräftefortbildungen und Kulturveranstaltungen über sexuelle und geschlechtliche Vielfalt informieren und aufklären. Der Auftakt der LesBISchwulen Tour findet bereits am Sa, 13. September 2025 ab 12 Uhr in Potsdam in der Brandenburger Straße / Hermann-Elflein-Straße mit Dragperformances, Tombola und Redebeiträgen statt.

Im Gepäck hat das Kampagnenteam die Regenbogenflagge, die wie in den Vorjahren an den Rathäusern der o.g. Städte gehißt werden soll. Aber hier zeigt sich, dass der gesellschaftliche Wandel auch an diesem Vorhaben nicht spurlos vorbeigeht. Was noch vor wenigen Jahren keiner Diskussion bedurfte, wird dieses Jahr zur Herausforderung. Denn längst nicht alle Städte sind bereit, ein Zeichen für Vielfalt zu setzen. So hat die Stadt Müncheberg die Flaggenhissung mit Verweis auf das Neutralitätsgebot abgelehnt. Die Stadt Altlandsberg hingegen nimmt die Flaggenverordnung als Vorwand und hisst ausschließlich hoheitliche Flaggen. Immerhin ermutigt die Courage, die Städte wie Strausberg und Bad Freienwalde (Oder), aber auch Landrat Gernot Schmidt für den Landkreis Märkisch-Oderland zeigen, dass queere Menschen auch hier zumindest für einen Tag im Jahr gesehen und adressiert werden.

Lars Bergmann, Projektleiter der LesBI*Schwulen T*our erklärt hierzu:

"Dass wir heute, wie in den Anfängen der Tour, darum ringen müssen, ob die Regenbogenflagge vor einem Rathaus wehen darf oder nicht, ist bedrückend und für uns ein Zeichen für die zunehmende Drift in autoritäre politische Vorstellungen. Die Flagge hingegen bezieht Position für das Leben und die Eintracht und Gleichberechtigung unter den Menschen, Werte, die unsere Verfassung und das Grundgesetz als Staatsziele definieren. Die Flagge am Rathaus soll queeren Menschen vor Ort Mut machen und ihre Belange in den Fokus der Öffentlichkeit rücken. Wer sich dazu nicht wenigstens an einigen Tagen im Jahr bekennen kann, tut mir leid."

Die LesBI*Schwule T*our 2025 wird gefördert von der Landesgleichstellungsbeauftragten des Landes Brandenburg Dr. Uta Kletzing.


Aus und forsterei wochenende queerbildung.

22. – 24.08. | Aus- & Fortbildungswochenende Queere Bildungsarbeit

Bildungs- und Aufklärungsarbeit zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt sind wichtige Aufgaben, um Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalt im Bildungssystem aktiv entgegenzutreten. Die Schule als Zwangskontext für junge Menschen ist leider nach wie vor oft ein Ort an dem Queerfeindlichkeit zum Alltag lesbischer, schwuler, bisexueller, trans*, inter* und queerer Jugendlicher gehört. Mit dem Projekt „Bildung unterm Regenbogen“ betreibt der Landesverband AndersARTiG seit 1995 ein Angebot, dass diese Aufgaben im Kontext der Schule sowohl für Schüler*innen in Form von Aufklärungs- und Antidiskriminierungsworkshops als auch für Lehr- und pädagogische Fachkräfte in Form von Fortbildungsveranstaltungen und kollegialer Fachberatung umsetzt. Hierbei spielen ehrenamtliche Aufklärer*innen und Fortbildungsreferent*innen eine entscheidende Rolle.

🔥 Was dich erwartet:

Neben der Vermittlung von Grundlagen und Fachwissen zu geschlechtlicher und sexueller Vielfalt wird es um den Umgang mit Gruppendynamischen Prozessen, herausfordernden Situationen in Bildungsveranstaltungen und der Erprobung verschiedener Methoden der queeren Bildungsarbeit gehen.

🏡 Unterbringung:

  • Du wirst in gemütlichen 3er- und 4er-Bettzimmern untergebracht, sodass du dich schnell wohlfühlen kannst.
  • Es gibt nur 14 Plätze, also melde dich schnell an, um Dir deinen Platz zu sichern!

🚂 Anreise:

Die Anreise erfolgt selbständig bis zum Veranstaltungsort.

Veranstaltungsdaten

  • 📅 Wann: Das Aus- und Fortbildungswochenende findet vom Freitag, 22. August 2025 ab 16.00 Uhr bis zum Sonntag, den 24. August 2025, 14.00 Uhr statt.
  • 📍Wo: Landkreis Oder-Spree (aus Sicherheitsgründen nennen wir hier den genauen Ort nicht. Du kannst ihn aber gerne bei uns erfragen)
  • 👥 Wer: LSBTIQ-Personen bis einschließlich 30 Jahren
  • 💰 Teilnahmebeitrag: 35,- EUR / für Mitglieder 20,- EUR
  • Es gilt eine Mindestteilnehmer*innenzahl von 8 Personen

Leider ist der Anmeldezeitraum bereits abgelaufen! Eine Anmeldung nicht mehr möglich


Bildung bald ohne Regenbogen?

MBJS blockiert queere Bildungsangebote an Brandenburger Schulen

Daß es um die queere Bildungs- und Aufklärungsarbeit im Land Brandenburg politisch nicht gut bestellt ist, ist schon seit längerem kein Geheimnis. Bereits 2022 erließ das zuständige Ministerium für Bildung, Jugend und Sport eine neue Förderrichtlinie, die im Bereich der Bildung zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt vollständig an der brandenburgischen Schulwirklichkeit vorbeigeht. Seitdem ist das Ziel nicht mehr die umfassende und auf Kontinuität und pädagogische Nachhaltigkeit fokussierende Ansprache der verschiedenen Zielgruppen an den Schulen mit unterschiedlichen Angeboten, sondern die Ableistung möglichst vieler Einzelveranstaltungen, bei Deckelung der Kosten pro Veranstaltung. Um die wenig erquickliche Fördersumme von 53.000,- EUR zu erhalten, mußten seitdem mehr als doppelt so viele Workshopangebote umgesetzt werden, als noch 2021 verabredet waren.

Der Förderantrag für 2025 liegt seit 10 Monaten ohne Entscheidung beim Bildungsministerium. Die finanzielle Unsicherheit führte inzwischen zur Kündigung des Projektleiters. Zudem erwägt das Ministerium eine Neubewertung der Bildungsarbeit zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt, was die Zukunft des Projekts weiter ungewiß macht, während die Lage an Brandenburgs Schulen für queere Jugendliche und auch für die Ehrenamtlichen selbst von Jahr zu Jahr bedrohlicher wird. Eine Studie des Brandenburger Sozialministeriums zeigte bereits 2018, daß LSBTIQ-Jugendliche in Schulen stark von Diskriminierung und Mobbing betroffen sind. Meldungen zu queerfeindlicher Gewalt nehmen zu und Schulen werden für viele zum Angstraum. Die Folgen reichen von Schulverweigerung und psychischen Belastungen bis hin zu schlechteren Zukunftschancen, die sich teilweise bis weit ins Erwachsenenalter auswirken. Die Suizidrate liegt bei queeren Jugendlichen nach wie vor um 3 – 4 mal höher als im Schnitt aller Jugendlichen.

Gefragt sind ausgefeilte Konzepte, die die Schule als Lebens- und Erfahrungsort für alle Jugendlichen begreifbar machen und die Jugendliche, Eltern, Lehr- und Fachkräfte gleichermaßen befähigen, informiert, fachlich und empathisch mit sexueller und geschlechtlicher Vielfalt umzugehen. Das gilt auch für den Umgang mit Regenbogenfamilien und queeren Lehr- und Fachkräften.

Lars Bergmann, Geschäftsführer des Landesverbands AndersARTiG e.V. erklärt hierzu:

„Landesverfassung und Schulgesetz, der Rahmenlehrplan und der vom MBJS mitgetragene Aktionsplan Queeres Brandenburg verpflichten dazu, queere Jugendliche, Lehrkräfte und Regenbogenfamilien vor Übergriffen und Diskriminierung zu schützen. Für die queere Bildungsarbeit bedarf es einer hohen Fachlichkeit, Erfahrung und Geschick im Umgang mit den oft widerstreitenden Interessen von Eltern, Schüler*innen, Lehrkräften und Schulleitung. Das alles fällt nicht vom Himmel, sondern wurde in über 30 Jahren didaktisch und methodisch entwickelt und erprobt. Hinzu kommt die außerordentlich weitverzweigte Vernetzung, die wir in unserer langjährigen Arbeit erreicht haben. Das alles ist für Brandenburg ein kostbarer Schatz, den es zu bewahren und weiter auszubauen gilt, wollen wir die hochgesteckten Ziele, die sich auch Aktionsplänen und der Verfassung ergeben erreichen. Man kann eine solche Aufgabe nicht umsetzen, wenn man Jahr für Jahr bis weit in den Sommer hinein im Unklaren gelassen wird, ob man überhaupt Förderung erhält.  Was wir brauchen, ist eine leistungsfähige Koordinierung, Entwicklung und Umsetzung queerer Bildungsformate, die der queerfeindlichen Propaganda, die heutzutage Klassenzimmer,  Schulhöfe, Elternversammlungen und teils auch Lehrerkollegien vergiftet etwas entgegenzusetzen hat. Dazu ist eine ist eine verläßliche. bedarfsgerechte und der Schulwirklichkeit entsprechende Finanzierung und Personalausstattung ebenso erforderlich, wie ein Bildungsministerium, das mit uns an einem Strang zieht und uns die nötige Sicherheit gibt, unsere Arbeit zu machen.“


25.05. | Selbsterfahrung & Resilienz

Workshop mit Manuela Schulz

Die Zeiten für queere Menschen werden rauer. Politik und Gesellschaft erkalten zunehmend und das wird Stück für Stück  im Alltagsleben für viele Queers spürbar. Stress, Anspannung, nicht selten auch Bedrückung und Angst sind die Folgen. Re­si­li­enz bezeichnet die psychische Widerstandskraft und Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen. 

🔥 Was dich erwartet:

In diesem Workshop zeigt uns Manuela Schulz, wie wir mit diesen Gefühlen umgehen, wie wir uns stärken und voneinander lernen können.

Veranstaltungsdaten

  • 📅 Wann: Der Workshop findet am Sonntag, den 25. Mai 2025 von 14.00 – ca. 17.00 Uhr statt.
  • 📍Wo: Regenbogenkombinat Brandenburg, Dortustraße 71A, 14467 Potsdam
  • 👥 Wer: LSBTIQ-Personen
  • 💰 Teilnahme kostenlos

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14.05. | Kreative Tools für neue Wege

Workshop

Schaffe deine eigenen Tracking-Tools, die sich mit Selbstfürsorge, der Änderung von Gewohnheiten oder der Einführung neuer Routinen befassen. Ob du deine Träume auflistest, ein Vision Board erstellst oder ein neues Tagebuch führst. In diesem Workshop geht es darum, neue Perspektiven zu eröffnen, zu erkennen, was bereits in Bewegung ist, Verbindungen herzustellen und mit Spaß, Kreativität, Neugier und Mitgefühl überschaubare Schritte für Veränderungen zu entwickeln.

🔥 Was dich erwartet:

In einer Einführung werde ich die Praktiken, Tracking-Tools und Vorlagen vorstellen, die bereits verfügbar sind. Es wird vor allem Raum für Dich sein, diese Werkzeuge nach Deinen Bedürfnissen für Deine Ziele und Veränderungen, die Du gerne geschehen sehen möchtest, anzupassen oder zu erweitern. Bring also deine Stifte, Farben, Notizbücher, Träume und Ziele mit, die du schon immer in deinem täglichen Leben verwirklichen wolltest, aber nicht so recht weißt, wie du sie umsetzen sollst. Der Workshop ist Teil zwei des Workshops vom 05.05. Die Workshops sind auch getrennt voneinander besuchbar.

Veranstaltungsdaten

  • 📅 Wann: Der Workshop findet am Mittwoch, den 14. Mai 2025 von 17.00 – 19.00 Uhr statt.
  • 📍Wo: Regenbogenkombinat Brandenburg, Dortustraße 71A, 14467 Potsdam
  • 👥 Wer: LSBTIQ-Personen mit Fokus auf junge Queers
  • 💰 Teilnahme kostenlos

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05.05. | Tagebuch-Träume

Workshop

Ein Tagebuch ist ein unglaubliches Hilfsmittel, um seine Gedanken zu ordnen, Gefühle zu verarbeiten, mit sich selbst zu sein, kreativ zu sein oder einfach loszulassen. Es ist ein Moment, in dem du über alles nachdenken kannst, was für dich gerade passiert!

🔥 Was dich erwartet:

In diesem Workshop werden wir unser eigenes Notizbuch erstellen und über Träume schreiben, malen, sprechen. Ihr könnt auch gerne Euer eigenes Tagebuch mitbringen, wenn Ihr bereits eines benutzt. Bringt gerne Kunstsachen, bequeme Kleidung und alles andere, was Ihr braucht, damit Ihr Euch wohl fühlt mit. Der Workshop am 07.05. schließt an diesen Workshop an. Die Workshops sind auch getrennt voneinander besuchbar.

Veranstaltungsdaten

  • 📅 Wann: Der Workshop findet am Montag, den 5. Mai 2025 von 17.00 – 19.00 Uhr statt.
  • 📍Wo: Regenbogenkombinat Brandenburg, Dortustraße 71A, 14467 Potsdam
  • 👥 Wer: LSBTIQ-Personen mit Fokus auf junge Queers
  • 💰 Teilnahme kostenlos

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