Aktiv gegen Homo- und Trans*phobie im Schulalltag

„Schule unterm Regenbogen“ und Voltaireschule Potsdam unterzeichnen Kooperationsvertrag

[Potsdam, 7. Mai 2015] Als erste Brandenburger Schule hat am 28. April 2015 die Voltaireschule eine auf Dauer angelegte Kooperation mit dem Bildungs- und Aufklärungsprojekt „Schule unterm Regenbogen" des Landesverbands AndersARTiG e.V. unterschrieben. Darin ist die Durchführung regelmäßiger Aufklärungs- und Antidiskriminierungs-workshops für die 8. Klassen der Voltaireschule sowie eine kontinuierliche fachliche Zusammenarbeit mit den Lehrkräften der Schule geregelt.

Ziel der Kooperation soll es sein, das Thema der sexuellen und geschlechtlichen Vielfalt für Schüler_innen und Lehrer_innen stärker in den Fokus zu rücken und dadurch auch zu einem respektvollen und diskriminierungsfreien Miteinander im Schulalltag beizutragen.

Vor allem lesbische, schwule, bisexuelle und trans* Jugendliche sind überdurchschnittlich oft von Mobbing, Diskriminierung und Ausgrenzung betroffen, wie die jährlichen Beratungsstatistiken der Brandenburger Landeskoordinierungsstelle für LesBiSchwule & Trans* Belange zeigen. Hier ist es auch für Lehrkräfte und Mitschüler_innen besonders wichtig, nicht wegzuschauen, sondern einzuschreiten und Homo- und Trans*phobie entschieden entgegen zu treten. Die Voltaireschule bekennt sich mit der nun getroffenen Vereinbarung als erste Schule im Land Brandenburg zu ihrer Verantwortung.

Wir hoffen, dass weitere Schulen diesem Beispiel folgen und sich ebenfalls zu ihrer Verantwortung bekennen.

Das Projekt „Schule unterm Regenbogen" existiert seit 1995 und ist das einzige Bildungs- und Aufklärungsprojekt zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt im Land Brandenburg. Das Projekt, das überwiegend von jungen lesbischen, schwulen, bisexuellen und trans* Ehrenamtlichen getragen wird, erhält keine finanzielle Unterstützung vom Land Brandenburg und wird bislang ausschließlich über Spenden finanziert.

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