Premiere 25 Jahre "Coming-Out"

am Mo, 10.11.2014 im Thalia

“Die Mauer ist offen. Das Coming out war in jeder Hinsicht perfekt. Die Wirklichkeit hatte die Kunst überholt.” so Lothar Bisky, ehemaliger Rektor der Hochschule für Film und Fernsehen (HFF) im Gespräch mit dem “Freitag” am 03.11. 2009 in Erinnerung an die Premierenfeier zum DEFA-Spielfilm "Coming-Out" von Heiner Carow, die am 9. November 1989 im Berliner Kino International stattfand, dem Tag des Mauerfalls.

Zwar hatte sich die DDR in den letzten Jahren vor dem Mauerfall bereits insgesamt ein wenig offener ggü. Lesben und Schwulen gezeigt, doch war das Thema Homosexualität jahrelang Privatsache und zugleich Makel, über das lieber nicht gesprochen wurde. Man kannte (zumindest in Ostberlin aber auch anderen Städten) die einschlägigen Treffpunkte, das Leben fand für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans* großteils im Privaten statt. Erst ganz zum Ende der DDR nahmen sich auch staatliche Einrichtungen und Organisationen mehr dem Thema sexueller Vielfalt an. So erlaubte die FDJ auf ihrem Pfingsttreffen 1989 erstmals hochoffiziell die Beteiligung einiger Lesben-Schwulen-Gruppen.

Coming-Out, der Film, war auch Zeugnis eines sich auch in der DDR langsam verändernden gesellschaftlichen Bewußtseins, nicht nur in Hinblick auf Homosexualität.

Das Thalia-Kino Babelsberg lädt ein zur Galavorführung anläßlich des 25. Jubiläums der Premiere des ersten und letzten Homo-Spielfilms der DDR-Geschichte.

Vorführung und Filmgespräch 25 Jahre Premiere "COMING OUT"

Montag, 10. November 2014 - 18 Uhr

Thalia Filmtheater Potsdam Babelsberg
Rudolf Breitscheid Str.50
14482 Potsdam - Babelsberg

Der Eintritt ist frei!

Weitere Informationen unter www.thalia-potsdam.de

Drucken | Gefällt mir