Meingeschlecht.de

für trans*, inter & genderqueere Jugendliche

Das Portal Meingeschlecht.de verwirklicht, was schon lange überfällig war. Nämlich einen Ort im Netz zu schaffen, der trans*, inter* und genderqueeren Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine Anlaufstelle bietet und Identitäten jenseits des hetero- und homonormativen Mainstreams sichtbar macht. Zu oft bleiben die Lebensrealitäten von trans*, inter* und genderqueeren Individuen unsichtbar, geschweige denn junger Trans*, Inter* und Genderqueers. Selbst in LSBTIQ-Zusammenhängen ist das „T", „I" und „Q" nur Platzhalter_in für Menschen und Inhalte, die meist gar nicht zu Wort kommen bzw. abgebildet oder mitgedacht werden.

Jugendliche finden auf dieser Seite alles Wichtige um sich auf ihren eigenen, individuellen Weg zu sich selber zu machen. So liegt ein erster Fokus des Portals auf Informationen und Wissen: Mittels eines illustrierten „Reiseführers" kann der_die Besucher_in auf doch einfache Weise die komplexen Themen geschlechtlicher Identität und sexueller Orientierung erkunden. Wer es ein wenig direkter haben möchte, kann sich durch das Glossar klicken. Sollte der Wissendurst dann immer noch nicht gestillt sein, bietet es sich an, die ausführliche Literaturliste zu durchstöbern.

Ein zweiter Fokus des Portals ist es, Jugendliche und junge Erwachsene - über die Informations- und Wissensebene hinausgehend - konkrete Werkzeuge in die Hand fürs eigene Empowerment zu geben: Neben den Kontaktinformationen von Beratungsstellen, LSBTIQ-Organisationen und anderen relevanten Stellen, bietet die Seite einen Raum für junge Trans*, Inter* und Genderqueere sich selbst(!) zu Wort zu melden. Sie können eigene Beiträge auf das Portal einstellen lassen, in denen sie ihre Erfahrungen, Hoffnungen, Wünsche, Ängste und/oder Träume zum Ausdruck bringen und dadurch ihre Realitäten sichtbar machen.

Das Tolle an dem Portal ist, dass hierbei keine sogenannten, angeblichen „Expert_innen" aus Recht oder Medizin über Transgeschlechtlichkeit oder Intergeschlechtlichkeit zu Wort kommen und es sich darüber hinaus nicht nur um ein Portal für junge Menschen (von Erwachsenen) handelt, sondern die Jugendlichen und jungen Erwachsenen selbst partizipieren können!

P.S.: Auch für Fachkräfte aus Kinder- und Jugendhilfe sowie -erziehung lohnt sich ein Besuch! Der Bereich „Good Practice" versammelt bspw. Literatur, die gezielt unter Einsatz von „Good-Practice-Kriterien" (u.a.) zusammengestellt wurde.

Und hier gehts zur Webseite: www.meingeschlecht.de

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