Leben als Geächtete

Sexuelle Minderheiten in Russland

Die Übergriffe auf Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans*Menschen in Russland gehen weit über die alltägliche und leider auch in Westeuropa verbreitete Diskriminierung hinaus. Neben einem international umstrittenen Gesetz zum Verbot von „Homosexuellen-Propaganda" seit dem Mai 2013, das die öffentliche "Zurschaustellung" von Homosexualität oder homosexuelle Handlungen bestraft, sind Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans* überdies mit homo- und transphoben Ressentiments in der Bevölkerung konfrontiert. Auch wenn das Gesetz kaum angewandt wird, so ist die Wirkung unverkennbar: Immer häufiger werden Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans* Opfer von Gewalt.

Umso wichtiger ist für Russlands Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle und Transgender die Solidarität der europäischen Queer-Bewegungen. Eine Solidarität, die auch in die Medienberichterstattung um die olympischen Spiele schwappte. Nach der Annektierung der Krim durch Russland ist es still geworden um die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Trans* in Russland. Doch die Diskriminierung und Verfolgung geht weiter. Wie kann man unter der derzeitigen, aufgeheizten Stimmung und einer scheinbaren Wiederkehr des Ost-/West-Konflikts Solidarität üben, ohne (antirussische) Ressentiments zu bedienen.

Veranstaltungsdaten:

Dienstag, 6. Mai 2014, 18:30 Uhr
im SEKIZ, Hermann-Elflein-Straße 11, Raum 6

Der Eintritt ist frei!

Zu Gast/Referentin:

Regina Elsner von Quarteera e.V. (‚Queer auf russisch', www.quarteera.de)

Moderation:

Bodo Niendel, queer-Referent der Bundestagsfraktion DIE LINKE und  stellv. Vorsitzender der Initiative Queer Nations e.V.

Veranstalter_innen:

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg e.V. in Kooperation mit dem Landesverband AndersARTiG e.V. sowie der Landeskoordinierungsstelle für LesBiSchwule & Trans* Belange des Landes Brandenburg (in Kooperation mit der Landesarbeitsgemeinschaft LINKE.Queer Berlin-Brandenburg)

Drucken | Gefällt mir